Mexican Guappa - Scheiß auf Pasta mit Ketchup

Einer Umfrage in den Vereinigen Staaten von Amerika zufolge, würden 80% der Befragten ihren Job kündigen und die Welt bereisen - wenn sie im Lotto gewinnen würden!

 

Aber muss man wirklich Millionär sein um die Welt zu sehen? Natürlich nicht! Aber wie finanziert man sich einen solchen Lebenstraum?

*Gastbeitrag von Nick*

Am 11. Februar hatte ich mein 6-jähriges Reisejubiläum. Sechs Jahre lang durch die Welt ziehen ohne zuvor im Lotto gewonnen zu haben. Sechs Jahre lang durch 5 Kontinente ziehen, fremde Kulturen für sich entdecken, Menschen aus verschiedensten Ländern kennenlernen und jeden Tag neue Abenteuer erleben. Aber nun stellst du dir die Frage wie man das anstellt? Eine Bank ausrauben? Reiche Eltern haben?  Beides ist bei mir nicht der Fall!

Also hier ein Praxistipp welcher mir über die Jahre hinweg eine riesen Stange Geld gespart hat. Die größten Kostenfaktoren für Langzeitreisen sind Transport, Übernachtung und Essen. Es gibt unzählige Wege wie man am kostengünstigsten von A nach B kommt. Ebenso gibt es mit Plattformen wie z.B. Couchsurfing welche deine Übernachtungskosten in Grenzen hält. Doch was ist mit Essen? Dieser Kostenpunkt wird bei vielen übersehen. Doch warum?

Wir essen ca. 3x am Tag. Es ist eine Notwendigkeit. Es macht Spaß. Es gibt soviele Köstlichkeiten rund um den Globus zu entdecken. Es ist ein Kostenpunkt der uns jeden Tag aufs Neue begleitet. Wenn man mit geringem Budget unterwegs ist, kommt man schnell auf den Geschmack des typischen Backpacker Essens. Nudeln mit Soße! Pasta mit Ketchup! Studenten kennen das nur zu gut!  

Doch ist das der einzige Weg sich kostengünstig durch aller ferner Länder zu schlagen? In Australien bezahlt man knapp 5€ für ein Stück Käse welches bei uns für 0,99 € zu haben ist. In den Staaten findet sich nur halbsättigendes Weißbrot in den Supermärkten und anderes Fast Food ist nicht gerade gesundheitsfördernd.

 

Ist der Backpacker zwecks Unterernährung vom Aussterben bedroht? 

Ab heute nicht mehr. Not macht erfinderisch. Warum sollte uns leckeres Essen aus aller Welt erspart bleiben nur weil wir "low-budget-mäßig" unterwegs sind? Das soll sich nun ändern. 

Ich erinnere mich noch genau an meine erste lange Reise nach Neuseeland, als ich noch relativ neu im Hostel- und Backpacking-Leben war. Zum Essen gab es damals - na was denkt ihr?!? - natürlich Nudeln mit etwas Tomatensoße. Es war supereinfach, billig und schmeckte mir damals natürlich auch. Ja genau ihr hört richtig: auch ich war ein Instant-Nudel- und Pasta-Junkie. Das war 2009. Auf den vielen Reisen, die folgen sollten, lernte ich unzählige faszinierende Menschen kennen, die mit mir ihre persönlichen lokalen Kochspezialitäten teilten. Hin und weg von den einfachen und leckeren Gerichten, die meinen kulinarischen Horizont erweiterten, begann ich damals, die Rezepte niederzuschreiben und probierte sie natürlich auch aus. Sie waren einfach großartig! Die gelernten Gerichte waren alle einfach zu kochen, preiswert, überall erhältlich und dabei vortreffliche Reisebegleiter meines Appetites auf den folgenden Abenteuern. So kam ich zum Kochen von internationalen Gerichten aus der ganzen Welt und damals sagte ich zu mir selbst „Nein, keine Nudeln mit Tomatensoße mehr!“. So entstand der Name meines Buchs: „Scheiß auf Nudeln mit Ketchup!“ - "F#ck Pasta n Ketchup ".

 

Ich kenne es nur zu gut in der Welt unterwegs zu sein und dabei ständig an mein schmales Budget zu denken. Doch dank meines Buches "Fuck Pasta and Ketchup" muss ich mir essenstechnisch keine Sorgen mehr machen, meine Reisekasse zu stark zu beanspruchen. Internationale Gerichte zum kleinen Preis. Mühelos zu kochen und einfach köstlich! Ein "Muss" für jeden Backpacker. 

Ist eine Weltreise für dich immer noch eine Frage des Geldes? Oder doch eher eine Frage deines Mutes?

Ich bin mir sicher, auch du bekommst mit kleinem Budget etwas Leckeres auf den Tisch. Versuch es doch mal hiermit:

Mexican Guappa - aka Tortillas mit Choriqueso

Die Geschichte

Als nächstes lernst du mein absolutes Lieblingsessen aus der mexikanischen Küche 

kennen. In Playa del Carmen verbrachte ich viel Zeit damit, mein Spanisch zu verbessern und ich aß - ungelogen - fast jede Nacht dieses Gericht. Aus Versehen 

probierte ich das Hirn und die Augen einer Kuh, aber ich empfehle euch lieber die 

Tortillas mit Chorizo und Käse! Es erstaunt mich immer wieder, was für vorzügliche und leckere Gerichte aus wenigen, einfachen Zutaten bestehen. Achtung: Ich muss euch eindringlich warnen, denn es besteht ein nicht unerhebliches Risiko, von diesem Gericht abhängig zu werden. An dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich beim Restaurant „El Fogón“ bedanken, in dem ich mich Nacht für Nacht durch die gesamte Speisekarte gefuttert habe und letztendlich das Rezept für euch ergattert habe!

 

Das Rezept

Zutaten:

100 g  Chorizo oder Rinderhack, fein gehackt

2   Tortilla-Wraps

50 g  Käse, geschnitten

1   Zwiebel, gewürfelt

1   Tomate, gewürfelt

1   Chili, fein gehackt

1/4   Tasse Koriander, klein geschnitten

1   Limette

Salz 

Pfeffer

 

Zubereitung:

Zerkleinere Zwiebel, Tomate, Chili und gib alles mit dem Koriander zusammen in eine Schüssel.

Quetsche Limettensaft darüber. Gib Salz und Pfeffer dazu. Diese einfache Soße wird “pico de gallo” genannt.

Brate das Fleisch. Gib später den Käse hinzu. 

Erwärme die Wraps.

Gib die Fleisch/Käse Mischung auf die Tortilla Wraps.

Garniere beliebig mit “pico de gallo”.

 

Erfreue dich an diesem Meisterwerk!

Wenn du Lust auf mehr günstige Backpacker-Gerichte bekommen hast, sich dir am besten gleich das E-Book von Nick! Es ist auf Deutsch, Englisch und Spanisch verfügbar. Lasse ihm am besten auch gleich einen Like auf seiner Facebookseite.

 

 

Was sind deine Lieblingsgerichte auf Reisen? Schreib es in die Kommentare!

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