Dia-Abend war gestern: So beeindruckt man mit seinen Fotos

Fotografieren Action-Cam Handstativ Wanderstab Wasser

Bei meinen Reisen mache ich jede Menge Fotos. Ohne die Kamera läuft bei mir wenig, denn schließlich bietet sie mir die Möglichkeit, in den Wochen zu Hause etwas zur Erinnerung zu haben. Natürlich zeige ich die entstandenen Aufnahmen auch gern Freunden, Verwandten... und dir natürlich! Allerdings ist die Befürchtung nicht unbegründet, dass sich die Gäste nach einer größeren Anzahl von Bildern langweilen - besonders, wenn die Szenen eher gleichförmig sind. Dagegen helfen ein paar Tricks, die ich gern mit dir teilen möchte.

Ich kann mich selbst nicht davon frei sprechen:

Bilder entstehen immer dann, wenn ich sprachlos bin.

Das führt oft dazu, dass die ganze Speicherkarte voller Landschaftspanoramen ist. Das wird den Zuschauern natürlich schnell langweilig.

Daher nicht vergessen:

Deine Reisen bestehen aus sehr unterschiedlichen Momenten. Dies darf und sollte sich in deiner Fotoshow widerspiegeln. Bau also ruhig ein paar Alltagsmomente in die Bildersammlung ein, beispielsweise "du beim Frühstück" oder eine Szene aus dem Bus. Kleine Stunts am Strand oder witzige Gesichter kommen lebendiger rüber als ausschließliches Starr-Geradeaus-Gucken vor dem Selbstauslöser. Zwischen Straßenszenen und Nahaufnahmen von dir oder anderen Personen dürfen ein paar klassische Fotos von Sehenswürdigkeiten nicht fehlen.

Neben der Motivauswahl spielt allerdings auch die Aufbereitung des Rohmaterials eine große Rolle.

Ja, da war ich bisher etwas faul. Aber ich gelobe Besserung!

Für schöne Bilder, die man sich selbst gern öfter anschaut und anderen gern zeigt, sind spezielle Bildbearbeitungsprogramme eine echte Hilfe. Nach einer kurzen Eingewöhnungszeit macht das Verfeinern der Fotos Spaß und ist durchaus eine nette Beschäftigung an trüben Herbsttagen oder ruhigen Abenden.

 

Entscheide dich für eine gute Fotosoftware

Die Investition in ein Bearbeitungsprogramm für deine Urlaubsfotos ist nichts, was so nebenbei geschehen sollte. Die Kosten schwanken von knapp 30 bis zu 600 Euro, wobei du prinzipiell auch OpenSource-Programme, wie Gimp, verwenden könntest. Dies erfordert aber eine hohe Eigeninitiative und entsprechende Einarbeitungszeit (ich empfehle das Handbuch). Zudem lässt der Funktionsumfang zu wünschen übrig. Neben grundlegenden Möglichkeiten der Bildoptimierung (etwa Änderung von Kontrast, Helligkeit und Farbsättigung) ist es gut, wenn das Programm zusätzliche Features, wie 3D-Gestaltung oder Perspektivenkorrektur, bietet. Zudem ist es wichtig, viele Dateiformate zu unterstützen und nicht zu viel Speicherplatz sowie Arbeitsspeicher zu verbrauchen. Sicherlich nerven auch dich Softwareupdates, die ständig aufpoppen und mangelnder Support des Softwareanbieters bei Fragen und Problemen. Das Bildbearbeitungsprogramm deiner Wahl sollte diesbezüglich besser sein. Wenn du unsicher bist, kann ein Blick in die Tabelle bei Netzsieger helfen. Klickst du dort auf eines der getesteten Programme, erscheint der vollständige Text zum Test.

 

Beim Trampen und Backpacking möchte ich keine schwere Fotoausrüstung mitnehmen. Umso besser, dass mit dem Adobe Photoshop Elements 13 Nachkorrekturen meiner Fotos leicht möglich sind. Für Hobby-Fotografen wie mich ist es das richtige Programm. Die circa 100 Euro haben sich nach wenigen Monaten rentiert, finde ich. Der Funktionsumfang ist nämlich sehr üppig und es macht Spaß, die vielen verschiedenen Modifikationstools auszuprobieren. Natürlich entwickelt dabei jeder so sein Lieblingsfeature, das macht ja auch den individuellen Charakter einer Fotoshow mit aus. Ich finde das Oberflächendesign sehr ansprechend: Es passt zu diversen anderen Programmen, die ich so benutze, weshalb ich mich schnell zurecht finde. In dieser Variante von Photoshop sind einige neue Auswahltools enthalten und verschiedene Funktionen von Montage und Retusche stammen aus dem Profiprogramm Photoshop CC, welches für meine Zwecke dann doch zu teuer ist.

 

Eines der interessanten Features in dem genannten Programm ist die Photomerge-Technologie.

Damit kannst du aus verschiedenen Bildern Eines formen, welches von der Farbe und der Komposition her gut aussieht. Das ist zum Beispiel bei breiten Panoramen nützlich, aber auch bei Gruppenbildern, in denen alles schick ist, nur leider eine Person gerade die Augen schließt oder die Stirn runzelt. Du kannst das Gesicht der Person von einem anderen Foto hineinschummeln, ohne dass man es dem Endergebnis ansähe. Immer wieder ein Thema sind Bildzuschnitte. Hier spart einem Photoshop auf Dauer viel Zeit, indem es jeweils vier unterschiedliche Bildzuschnitte vorschlägt, nachdem es das Bild hinsichtlich Gesichtern und anderen Elementen analysierte. Für Vorführungen oder um deine Reise in sozialen Netzwerken zu präsentieren, zahlt sich auch die Funktion "Dia-Show" aus - vor allem wenn du eigentlich Videos lieber magst als still stehende Bilder. Photoshop verbessert dein Videomaterial durch Stabilisierung, fügt auf Wunsch Effekte hinzu und speichert das Ganze nach dem automatischen Filmschnitt und mit deiner hinzugefügten Musik.

Bildverwaltung und Hilfen für Anfänger

 

Gerade, wenn du deine Reisehäufigkeit ausweiten willst oder organisiert in dein neues abenteuerlustiges Leben starten willst, lohnt es sich, Photoshop für alle Reisefotos zu nutzen. Wer schon einmal stundenlang in schlecht sortierten Ordnern im Explorer nach einem bestimmten Foto gesucht hat, weiß die Bildverwaltung des Photoshops zu schätzen. Du kannst deine Bilder nach Personen, Orten, Qualität, Themen, Motiven oder Ereignissen sortieren. Für Reisefotos cool ist auch das Zuordnen zur Landkarte. Algorithmen der Software ordnen diese Fotos auf Wunsch nach Gesichtern, Blumen, Sehenswürdigkeiten oder Tieren. Das wirkt sehr intelligent und ist sehr nützlich, wenn du zum Beispiel viele Bilder mit einer bestimmten Person sehen möchtest. Für die Eingewöhnung in das Programm, aber auch um später fortgeschrittene Funktionen zu verstehen, stehen dir zahlreiche Hilfen zur Verfügung. Erwähnenswert sind die Assistenten und Video-Tutorials, aber auch Portal "Elements Live" und die Benutzerforen. Probier es aus, denn eine aufregende Reise wird durch eine tolle Nachbereitung noch viel schöner!


Dieser Beitrag beinhaltet einen bezahlten Link. Meine eigene Meinung, die ich in diesem Artikel ausdrücke, bleibt davon ungetrübt.

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Kommentare: 8
  • #1

    Sarah (Sonntag, 30 November 2014 18:20)

    Ich kenn das Gefühl, wenn man von einem Motiv mehrere Dutzend Bilder schießt, weil man es selbst so toll findet und die Menschen, denen man es danach zeigt erst mal große Augen bekommen, weil sie sich 36 mal das "selbe Bild" ansehen dürfen! :D

    Liebe Grüße! ♥

  • #2

    Traveling Shapy (Sonntag, 30 November 2014 18:30)

    Hi Jannis,
    bin über die Facebook Gruppe "Blog-Kommentier-Sonntag" hierher gekommen. Finde ich übrigens toll die Sache, hilft uns Bloggern sich noch mehr zu connecten.

    Das mit den Bildern, jaja ist immer so eine Sache. Ich benutze Lightroom für die Bearbeitung der RAW Bilder, dann Microsoft ICE für Panorama stitches, sowie FILEminimizer für Bilder die ich in meinem Blog hochladen, zwecks der Komprimierung.

    Fotoausrüstung ist auch immer so ein Problem, ich habe noch eine 70D Canon jedoch werd ich die für meine nächste längere Reise verkaufen. Die G7X zum Beispiel viel kleiner und handlicher, da spart man sich gleich einigen Stauraum im Rucksack.

    Viele Grüße

    Matthias

  • #3

    jannislife (Montag, 01 Dezember 2014 15:27)

    Hey Matthias,
    das Kameraproblem kann ich nachvollziehen.
    Ich habe mich für die Beastvision entschieden, da mir auch das Filmen sehr wichtig ist und das überall und bei jedem Wetter. Allerdings habe ich mich damit gegen einen optischen Zoom entschieden. Das sieht manchmal wirklich lustig aus, wenn ich ein Close Up filme.

    LG
    Jannis

  • #4

    Sarah Maria (Sonntag, 07 Dezember 2014 11:14)

    DAS kann ich sehr, sehr gut verstehen. ;) Ich habe schon viele lange, ja, wirklich sehr lange Diaabende hinter mir.

    Deine Tipps finde ich sehr gut und ich versuche sie für meine Weihnachts-Foto-Show bei meiner Familie zu berücksichtigen.

    Liebe Grüße zu dir,
    Sarah Maria

  • #5

    jannislife (Sonntag, 07 Dezember 2014 15:18)

    Hey Sarah,
    ich bin mal gespannt, welches Feedback du Weihnachten bekommst :)

    LG Jannis

  • #6

    Arabella (Dienstag, 16 Dezember 2014 23:19)

    Man muss aber nicht einmal ein Bildberarbeitungsprogramm installiert haben, denn es gibt zahlreiche, gute und kostenlose, online (z.B. ipiccy, fotor, etc.) - was auf Reisen ohne Laptop recht praktisch sein kann. Wer aber umfangreiche Bildbearbeitung benötigt, ist mit Sicherheit mit PS Elements oder einem ähnlichen Program gut bedient.

    LG, Arabella

  • #7

    jannislife (Mittwoch, 17 Dezember 2014 19:36)

    Hey, Arabella!
    Stimmt, diese Möglichkeit habe ich ganz vergessen zu erwähnen, da für mich, als Reisender mit Laptop, Internet eher Mangelware ist.
    Danke für die Ergänzung!

  • #8

    Evy (Freitag, 02 Januar 2015 19:13)

    Interessanter Beitrag!